Industrieverbände warnen:
Katastrophale Lage für Zulieferer – Lieferketten drohen zu reißen

Die Lage am innerdeutschen Edelstahl Rostfrei-Markt scheint aktuell angespannt wie lange nicht. Während die Infektionszahlen vermeintlich sinken, kommen die Auswirkungen von COVID-19 auf die deutsche, europäische und weltweite Wirtschaft zu Tage – Lieferengpässe allerorten, volatile Rohstoffmärkte und gänzlich neue Herausforderungen.

Erst kürzlich meldeten sich der Industrieverband Blechumformung (IBU), der Industrieverband Massivumformung (IMU) und der Deutsche Schraubenverband (DSV) im Rahmen einer gemeinsamen Erklärung zu Wort: „Stahl ist knapp und teuer. Materialengpässe belasten Zulieferer extrem, Lieferketten drohen zu reißen. Parallel klettern die Preise auf Höchststände. Eine derart katastrophale Versorgungslage ist unverantwortlich. Wir erwarten, dass die Stahlindustrie in ihrer oligopolistischen Struktur ihrer Verantwortung gerecht wird – und somit die Marktversorgung sicherstellt.“ Angekommen ist die Mangelverwaltung inzwischen auch in der Edelstahl Rostfrei-Branche, und das über die gesamte Wertschöpfungskette.
Seit Herbst 2020 verschärfe sich die Beschaffungskrise und gefährde die Produktion der Stahlverarbeiter, so die Verbände weiter. Europaweit seien davon Millionen Arbeitsplätze betroffen. IMU-Geschäftsführer Tobias Hain: „Die deutsche Schmiedebranche ist ebenfalls von der Knappheit betroffen. Laut unserer Umfrage melden zwei Drittel der Unternehmen Versorgungsengpässe, 50 % davon sogar bei vereinbarten Mengen.“

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