Die Geschäfte der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland haben sich im vierten Quartal 2019 vorübergehend leicht verbessert. Das geht aus dem aktuellen Quartalsbericht hervor, den der Verband der Chemischen Industrie (VCI) veröffentlicht hat. Damit setzte sich der Abschwung der Vorquartale in Deutschlands drittgrößter Industriebranche zunächst nicht fort. Produktion und Umsatz stiegen im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten leicht. Eine Trendwende im Chemiegeschäft ist aber ausgeblieben.

Das leichte Wachstum reichte bei Weitem nicht aus, um die Rückgänge der Vorquartale auszugleichen. Die deutsche Industrie ist noch immer in einer Rezession und die Nachfrage nach Chemikalien verhalten. Der Inlandsumsatz der Branche lag im vierten Quartal deutlich unter Vorjahr. Hinzu kommt das Coronavirus, mit dem die konjunkturellen Risiken für die Wirtschaft zwischenzeitlich gewachsen sind. VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup sagt zur konjunkturellen Lage: „Der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie steht erneut ein schwieriges Geschäftsjahr bevor. Die Auswirkungen der Corona-Epidemie werden die exportorientierte deutsche Industrie und damit auch die Chemie zu spüren bekommen. Von der Politik sind jetzt Unterstützungsmaßnahmen für die gesamte Wirtschaft gefragt.“

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