Stahlmangel in Europa: Verstärkter Blick auf eigene Reserven

Die Pandemie bringt große Herausforderungen für die Materialbeschaffung mit sich. Der Schrottpreis steigt, die Nachfrage nach Stahl ist groß, die Kapazitäten jedoch knapp. Was die aktuelle Situation für den Stahleinkauf bedeutet und wie es die Herausforderungen zu lösen gilt, weiß Bernd Seibold, Geschäftsführer von Günther + Schramm.

Im neuen Jahr herrschen vor allem starke Preiserhöhungen sowie ein Ungleichgewicht zwischen Stahlangebot und -nachfrage. Dafür gibt es verschiedene Gründe. „Zum einen sind es der stark gestiegene Schrott- und Eisenerzpreis, zum anderen waren die Stahlwerke aufgrund steigender Nachfrage für das erste Halbjahr schnell ausgebucht. Hinzu kommt die CO2-Steuer in Höhe von 25 Euro pro verursachter Tonne CO2. Zudem gibt es derzeit eine extreme Verknappung beim Laderaum durch die gestiegene Stahlnachfrage sowie einen LKW-Mangel. Dazu kommt es weiterhin zu großen Einschränkungen bezüglich Corona im Grenzverkehr. Verschiebungen der Liefertermine sind an der Tagesordnung. Derzeit benötigen die Stahlwerke für die Auslieferungen zu unseren Lägern nach Fertigstellung zwei bis drei Wochen innerhalb Europas. Dadurch verzögert und verteuert sich die Auslieferung der Ware erheblich“, sagt Bernd Seibold.

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