Nickel erholt sich nach Korrektur
Indonesien führt bis 2025 CO2-Steuer ein

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste
Der Nickel-Preis an der London Metal Exchange (LME) musste zuletzt doch etwas Federn lassen. Nach dem Hoch der Drei-Monats-Notierung Mitte September von knapp 20.500 US$/t ging es zunächst steil bergab. Ende September wurde bei fast 17.700 US$/t ein relativer Tiefpunkt erreicht. Dort kam der Terminmarkt aber zum Stillstand. Eine Erholungsbewegung setzte ein, mit sowohl fundamentalen als auch technischen Aspekten. Diese führte bislang bis auf ein Niveau von 19.450 US$/t. Inzwischen handelt der Nickel-Future in London wieder über 20.000 US$/t.

Auslöser für die Korrektur sind wohl weniger fundamentale Faktoren, sondern mehr eine allgemein steigende Unsicherheit in den Märkten, was den weiteren Ausblick anbelangt. Dabei geht es wesentlich um eher durchwachsene Wirtschaftsdaten aus China. Diese wirtschaftliche wie militärische Großmacht verfügt in vielen Märkten über eine Nachfragedominanz, wie diese noch vor dreißig Jahren durch USA (und Europa) repräsentiert wurde. Insofern blicken viele, insbesondere spekulative Marktteilnehmer in den Fernen Osten, um abzuschätzen, wie es mit den Kursen und Preisen in den verschiedenen Anlagesegmenten weitergeht.

Zeitweise hatte auch der chinesische Immobilienkonzern Evergrande für Schlagzeilen und insbesondere während der chinesischen Feiertage auch für erhebliche Nervosität gesorgt. Man war beunruhigt, dass dieser schwankende Koloss wegen möglicherweise nach den Ferien ausbleibender Zinszahlungen zu Marktverwerfungen führen könnte. Die chinesische Zentralregierung und der Konzern waren und sind aber nach Kräften bemüht, den Schaden, auch schon aus Reputations- und Machtgründen, gering zu halten. Und bekanntlich sind die Taschen des chinesischen Staats sehr tief, allerdings auch nicht aus jedem Grund.

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